Wichtelhut

Wichteln im Büro: Ablauf, Budget und Ideen fürs Team

Von Robin Thüs · Stand:

Wichteln im Büro ist für viele Teams ein fester Teil der Weihnachtszeit. Jede Person beschenkt eine Kollegin oder einen Kollegen, wer wen hat, entscheidet das Los. Damit es Spaß macht und niemand sich unwohl fühlt, lohnt sich ein bisschen Planung. Hier steht, worauf es ankommt, vor Ort und im Homeoffice.

Warum Wichteln im Team gut funktioniert

Allen etwas zu schenken, geht in einem Team ab etwa acht Leuten schnell ins Geld. Beim Wichteln kauft jede Person genau ein Geschenk. Und weil das Los entscheidet, beschenkt man oft jemanden, mit dem man sonst wenig zu tun hat. Neue Kolleginnen und Kollegen gehören so sofort dazu, und kleine Grüppchen spielen keine Rolle.

Vorbereitung: wer, wann, wie viel

Freiwillig mitmachen

Fragt in die Runde, wer mitmachen möchte, zum Beispiel mit einer kurzen Nachricht im Team-Chat. Setzt eine Frist, etwa eine Woche. Wer nicht mitmacht, muss sich nicht erklären.

Budget festlegen

Im Büro sind 5 bis 15 Euro üblich. Wählt eine feste Obergrenze, die für alle passt, auch für Azubis, Praktikanten und Werkstudierende. Das Budget gilt für alle gleich, egal ob Teamleitung oder neu im Job.

Termin finden

Die Bescherung passt gut zur Weihnachtsfeier oder zum letzten Teamtreffen vor den Feiertagen. Lost etwa drei Wochen vorher aus. Denkt an Urlaube und Teilzeit: Der Termin sollte an einem Tag liegen, an dem möglichst alle da sind.

Auslosen in fünf Minuten

Zettel in einer Kaffeetasse klappen in kleinen Teams, werden aber ab zehn Leuten mühsam. Außerdem zieht man beim Zettelziehen oft den eigenen Namen, dann müssen alle noch einmal ziehen. Online geht es schneller:

  1. Auf Wichtelhut eine Runde anlegen, zum Beispiel „Team Marketing 2026“, und das Budget eintragen.
  2. Alle Namen eintragen, die mitmachen.
  3. Bei Bedarf Ausschlüsse setzen, siehe unten.
  4. Auslosen und den Link in den Team-Chat schicken, egal ob Teams, Slack, WhatsApp oder E-Mail.

Jede Person öffnet den Link, tippt auf ihren Namen und sieht nur, wen sie beschenkt. Die ganze Liste sieht niemand, auch nicht die Person, die organisiert. So kann sie selbst mitwichteln.

Ausschlüsse im Büro clever nutzen

Ausschlüsse sind nicht nur für Paare da. Ihr könnt damit auch dafür sorgen, dass Leute, die jeden Tag zusammensitzen, sich nicht gegenseitig ziehen. Dann beschenkt man eher jemanden aus einem anderen Bereich, und das Wichteln bringt das Team noch mehr zusammen.

Wichteln im Homeoffice und in verteilten Teams

Wenn das Team nicht im selben Büro sitzt, braucht es ein paar Absprachen mehr. Die Auslosung selbst ist kein Problem, der Link funktioniert überall. Spannend wird es bei der Übergabe.

  • Per Post verschicken. Dafür braucht der Wichtel die Adresse der beschenkten Person. Fragt am besten vorher, wer seine Adresse dafür teilen möchte. Sonst kann die Person, die organisiert, die Adressen sammeln und nur auf Nachfrage weitergeben. Plant für Pakete in der Vorweihnachtszeit eine Woche Puffer ein.
  • Direkt nach Hause bestellen. Viele Shops können ein Geschenk direkt an eine andere Adresse schicken. Achtet darauf, dass keine Rechnung mit dem Namen des Wichtels beiliegt, wenn ihr anonym bleiben wollt.
  • Digitale Geschenke. Ein Gutschein, ein E-Book oder ein Hörbuch lässt sich ohne Adresse verschenken. Weniger zum Auspacken, dafür ohne Versandstress.
  • Gemeinsam auspacken im Videocall. Alle packen in einem kurzen Call gleichzeitig aus. Das ist oft der schönste Teil, auch über die Entfernung.

Was im Büro gut ankommt

Im Büro sind neutrale Geschenke am sichersten. Am besten etwas, das man benutzt oder aufbraucht und das nicht zu persönlich ist.

Gut geeignetLieber nicht
Gute Schokolade, Pralinen, KekseAlkohol, wenn ihr nicht wisst, ob die Person trinkt
Besonderer Tee oder KaffeeParfum, Kosmetik, Kleidung
Schöne Tasse oder ThermobecherAnspielungen auf Gewicht, Alter oder Aussehen
Notizbuch, guter Stift, KalenderWitze auf Kosten der Person
Kleine Pflanze, Kartenspiel, RätselbuchGebrauchtes (außer beim Schrottwichteln)
Selbst Gebackenes oder GemachtesGeschenke weit über dem Budget

Ein kleiner Trick für Ideen: Schaut, was am Platz der Person steht. Wer jeden Tag Tee trinkt, freut sich über eine neue Sorte. Wer ständig Stifte sucht, über einen richtig guten.

Die Bescherung

Klassisch werden die Geschenke bei der Weihnachtsfeier übergeben. Mit einem kleinen Spiel wird die Übergabe noch lustiger:

  • Raten. Jede Person packt aus und rät, wer ihr Wichtel war. Erst dann löst der Wichtel auf.
  • Mit Gedicht. Wie beim Julklapp liegt jedem Geschenk ein kurzer Reim bei, der einen Hinweis auf den Wichtel gibt.
  • Mit Würfel. Beim Würfelwichteln entscheidet der Würfel, wer welches Päckchen bekommt. Gut für Teams, die es etwas lebhafter mögen.
  • Mit Schrott. Beim Schrottwichteln bringt jede Person etwas mit, das sie zu Hause nicht mehr braucht. Kostet nichts und ist meist das lustigste Wichteln des Jahres.

Häufige Fragen

Muss ich beim Wichteln im Büro mitmachen?

Nein, und das sollte auch niemand erwarten. Wichteln im Büro funktioniert nur, wenn es freiwillig ist. Am besten fragt die Person, die organisiert, alle einzeln oder über eine Liste, in die man sich einträgt.

Wie viel gibt man beim Wichteln unter Kollegen aus?

Meist zwischen 5 und 15 Euro. Wichtig ist eine feste Obergrenze, die für alle passt, auch für Azubis und Werkstudierende.

Sollte die Chefin oder der Chef mitmachen?

Gerne, wenn sie Lust haben. Dann gilt für sie dasselbe Budget wie für alle. Ein teures Geschenk von oben bringt die anderen eher in Verlegenheit.

Was ist, wenn jemand bei der Bescherung fehlt?

Das Geschenk wartet einfach am Platz der Person oder wird nachgereicht. Wer im Urlaub oder krank ist, kann sein Geschenk auch vorher abgeben, damit die beschenkte Person nicht leer ausgeht.

Kann man das Wichteln über Teams oder Slack organisieren?

Ja. Lost auf Wichtelhut aus und schickt den Link in euren Team-Kanal. Jede Person öffnet ihn, tippt auf ihren Namen und sieht, wen sie beschenkt. Niemand braucht ein Konto.

Was schenke ich einer Kollegin, die ich kaum kenne?

Etwas, das fast allen gefällt und schnell aufgebraucht ist: gute Schokolade, ein besonderer Tee, Kaffee aus einer kleinen Rösterei oder ein schöner Kalender fürs neue Jahr. Oder du fragst jemanden aus ihrem Team um Rat.

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